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Wir bieten Ihnen folgende Sonderleistungen im Rahmen Ihrer endoskopischen Untersuchung an:
1.    Verwendung von Einmalbiopsiezangen und Einmalschlingen: Zur Entnahme von Gewebeproben aus der Magen- oder Darmschleimhaut werden Biopsiezangen bzw. zur Abtragung von Polypen Schlingen benutzt. In der Regel werden dazu Zangen und Schlingen mehrfach verwendet, die nach jeder Untersuchung in unserer Praxis vorschriftmäßig gereinigt und sterilisiert werden. Wir garantieren die Sterilität dieser Materialien. Alternativ können wir Ihnen Einmalartikel anbieten, die nach einmaligem Gebrauch entsorgt werden.
2.    Verwendung von Kohlendioxid(CO2). Um die Darmschleimhaut bei der Koloskopie ausreichend beurteilen zu können, wird der Darm über das Endoskop "aufgeblasen wie ein Fahrradschlauch". Dies geschieht meist mit Raumluft, was nach der Untersuchung aber gelegentlich zu Bauchschmerzen und starlken Blähungen führt. Wir können Ihnen eine Untersuchung mit CO2 anbieten, das rasch wieder aus dem Darm entweicht. Bei Verwendung von CO2 treten oben genannte Probleme kaum noch auf.

Da aber weder die Verwendung von Einmalmaterialien noch von Kohlendioxid-Gas von den Krankenkassen bezahlt werden, können wir Ihnen diese Leistungen nur zum Selbstkostenpreis anbieten.


Koloskopie oder Darmspiegelung - was ist das eigentlich?
Bei der Koloskopie wird ein Endoskop (flexibler Kunststoffschlauch von ca. 12 mm Durchmesser) über den After in den Dickdarm eingeführt. An der Spitze des Endoskops befinden sich eine Lichtquelle und ein Videochip. Dadurch kann der Untersucher das Innere des Darms (die Darmschleimhaut) betrachten. Am anderen Ende des Gerätes befindet sich eine Steuereinheit, womit der Arzt das Endoskop durch den Darm manövrieren kann. In der Regel gelingt eine komplette Koloskopie, d.h. der gesamte Dickdarm und oft auch das Endstück des einmündenden Dünndarms können eingesehen werden.

Wann sollte eine Darmspiegelung bei mir durchgeführt werden?
Für eine Darmspiegelung gibt es zwei mögliche Indikationen:
1. Jeder (auch völlig beschwerdefreie) Mensch sollte im Rahmen der Krebsvorsorge mindestens einmal eine Koloskopie vornehmen lassen. Die Darmspiegelung ist eine der wenigen Untersuchungsmethoden, für die eindeutig belegt ist, dass dadurch eine wirksame Prävention oder Früherkennung von Krebs möglich ist. Darmkrebs entsteht aus zunächst gutartigen Tumoren (Polypen), die im Verlauf von Jahren bösartig entarten. Diese Polypen können im Rahmen einer Koloskopie abgetragen werden, so dass kein Krebs mehr entstehen kann. Wird Darmkrebs in einem frühen Stadium (meist ohne Beschwerden) entdeckt, kann durch operative Entfernung des Tumors der Krebs geheilt werden.
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen seit einigen Jahren die Kosten einer Vorsorgekoloskopie. Anspruch auf die Untersuchung hat jeder Versicherte ab dem 55. Lebensjahr. (bei unauffälligem Befund kann eine zweite Untersuchung frühestens nach 10 Jahren erfolgen). Für Patienten mit Darmkrenbs bei erstgradigen Verwandten (Eltern oder Geschwister) wird die Untersuchung mindestens 10 Jahre vor dem Erkrankungsalter der betroffenen Person empfohlen!

2. Jeder Mensch mit unklaren Bauchbeschwerden oder Blut im Stuhl (auch wenn nicht sichtbar mit Testbriefchen z.B. Hämokkult entdeckt) sollte eine Koloskopie durchführen lassen. Leider werden nachwievor häufig Darmblutungen als Hämorrhoidenblutung gedeutet und dadurch ein Darmtumor zu spät entdeckt. Auch bei chronischen Durchfällen ist zur Diagnostik meist eine Koloskopie erforderlich.

Eine Darmspiegelung soll sehr schmerzhaft und unangenehm sein - stimmt das?
Nein! Durch die modernen Videoendoskope bei gleichzeitiger Gabe eines Beruhigungsmittels ist es heute möglich, eine unkomplizierte Untersuchung durchzuführen. Sollten tatsächlich einmal Schmerzen auftreten, so kann zusätzlich ein kurz wirksames Schmerzmittel gegeben werden, so dass auch eine schmerzfreie Untersuchung gewährleistet ist.

Ich habe gehört, dass man den Darm jetzt auch sehr gut mit anderen Methoden untersuchen kann! - das stimmt!
Der Dickdarm kann auch mit einer sogenannten virtuellen Koloskopie dargestellt werden. Dabei wird der Bauch mittels Computer- oder Kernspintomographie untersucht und über ein komplexes Computerverfahren aus den Schichtbildern der Untersuchung ein räumliches (dreidimensionales) Bild des Darmes erstellt, das eine gute Beurteilung erlaubt. Für diese Untersuchung muss kein Endoskop in den Darm eingeführt werden, dies ist jedoch der einzige Vorteil dieser Untersuchung - wo sind aber die Nachteile?
Die meisten Patienten empfinden nicht die Untersuchung selbst, sondern die vorher notwendige Darmreinigung bzw. Abführmaßnahmen als belastend. Die Darmreinigung muss für die virtuelle Koloskopie in gleicher Weise durchgeführt werden, denn auch hier ist eine ausreichende Beurteilbarkeit nur bei sauberer Darmschleimhaut möglich. Größerer Polypen werden mit der virtuellen Koloskopie zuverlässig erkannt, bei kleineren besteht jedoch noch ein Vorteil der Endoskopie. Außerdem ist eine Feinbeurteilung der Schleimhaut durch direktes Betrachten z.B. bei Entzündungen nur durch Endoskopie möglich. Wird bei der virtuellen Koloskopie ein Polyp oder Tumor entdeckt, muss anschließend doch noch eine Endoskopie durchgeführt werden, um den Polypen zu entfernen oder um Gewebeproben zu entnehmen. Zumindest die Untersuchung mit CT ist mit einer Strahlenbelastung verbunden. Derzeit ist die virtuelle Koloskopie noch keine Leistung der gestzlichen Krankenkassen.


Welche Komplikationen können auftreten?
Wie bei jeder ärztlichen Maßnahme am Patienten können leider auch bei einer Koloskopie Komplikationen auftreten. Grundsätzlich bleibt aber festzustellen, dass eine Koloskopie ein komplikationsarmes Routineverfahren ist. In unserer Praxis werden Endoskopien durch Herrn Dr. Wenner und Herrn Dr. Marquardt durchgeführt. Beide verfügen über langjährige Erfahrung mit dieser Methode.

Die gefährlichste Komplikation ist sicherlich eine schwere Verletzung der Darmwand mit dem Endoskop, wodurch ein Loch in der Darmwand entsteht (sogenannte Perforation). Es droht dann eine lebensbedrohliche Entzündung im Bauchraum. Eine Perforation muss meistens operativ im Krankenhaus versorgt werden. Perforationen entstehen meist bei Abtragungen von Darmpolypen, wobei zwangsläufig eine Verletzung der Darmwand entsteht. Eine Verletzung des Darms bei einer rein diagnostischen Darmspiegelung ist extrem selten, ebenso andere Risiken wie Infektionen oder schwere Blutungen oder Komplikationen durch das verabreichte Beruhigungsmittel.

Sie erhalten in unserer Praxis ein Informationsblatt, auf dem die Untersuchung und die möglichen Komplikationen genau beschrieben sind. Außerdem haben Sie im Rahmen eines sogenanten Aufklärungsgespräches mit einem der Ärzte Gelegenheit weitere Informationen einzuholen bzw. eigene Fragen zu stellen.

Noch ein wichtiger Hinweis!

wenn Sie zur Untersuchung eine Beruhigungsspritze erhalten haben, sind Sie dadurch auch nach der Untersuchung in Ihrer Bewegungskoordination, Aufmerksamkeit und Reaktion beeinträchtigt. Es besteht deshalb ein Verbot zum Führen von Kraftfahrzeugen am Untersuchungstag, d.h. Sie können am Morgen nach der Untersuchung wieder mit dem Auto z.B. in die Arbeit fahren! Sie benötigen deshalb jemanden, der Sie nach der Untersuchung in der Praxis abholt! Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir Sie ohne Begleitperson auch nicht zu Fuss aus der Praxis lassen!