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Unser Honorar  - Beispiele

Grundpauschale (1x im Quartal): enthält alle Gespräche bzw. Beratungen, körperliche Untersuchung, EKG, Blutentnahmen, Bericht an Hausarzt...    21,35 €
Ultraschall Bauch                                                                                         15,58 €
Langzeit-EKG mit Auswertung und Bericht an Hausarzt                             15,65 €
Geplanter Hausbesuch                                                                                15,40 €
Röntgen Brust (Thorax) in 2 Ebenen (2 Aufnahmen)                                  15,05 €


Medikamentenverordnung:

Leider gibt es immer wieder Diskussionen mit Patienten wegen der Verordnung bestimmter Medikamente. Gesundheitspolitik und Krankenkassen versuchen die Ausgaben im Gesundheitwesen zu begrenzen. Alle paar Jahre werden deshalb neue Gesetze oder Bestimmungen zur Reduktion der Arzneimittelausgaben erlassen.
Forschende Pharmafirmen (meist Aktiengesellschaften/Konzerne) treiben einen hohen (finanziellen) Aufwand zur Entwicklung neuer Arzneimittel. Oftmals kommen deshalb auch Wirkstoffe auf den Markt, die gegenüber den bisherigen Standardmedikamenten keine oder keine wesentliche Verbesserung darstellen (aber das ist ja mit den meisten Produkten  so, siehe z.B. die jährlich wechselnden Handymodelle). Jedes Jahr werden aber auch einige neue Medikamente entwickelt, die echte Verbesserungen in der Behandlung bedeuten.

Eine Pharmafirma hat dann 10 Jahre Zeit mit dem neuen Medikament "dicke Gewinne" zu erzielen und die Entwicklungskosten zu erwirtschaften. Neue Medikamente sind deshalb in der Regel hochpreisig. Nach 10 Jahren endet der Patentschutz und der Wirkstoff kann von sogenannten Generikafirmen (z.B. Stada, ratiopharm, Hexal) nachgemacht und verkauft werden. Diese Firmen entwickeln in der Regel keine eigenen Wirkstoffe/Medikamente. Wegen der zahlreichen Anbieter und des starken Konkurrenzdrucks kommt es deshalb meist zu einem raschen "Preisverfall" des Medikaments.



Was machen Politik und Krankenkassen:

1.  seit einigen Jahren werden neue Medikamente durch den sogenannten GBA (gemeinsamer Bundesausschuss Arzneimittel) geprüft und bewertet. Kommt der GBA zum Schluss, dass das Medikament keinen wesentlichen Zusatznutzen für die Therapie einer Krankheit bedeutet, kann das neue Mittel nur zum Preis der Standardmedikamente auf den Markt gebracht werden (Festbetrag). Dies wird oft von den Firmen nicht akzeptiert, sodass das Medikament dann in Deutschland gar nicht in den Handel kommt. Die meisten dieser Entscheidungen erscheinen plausibel. Gelegentlich hat man aber das Gefühl, dass Medikamente "schlecht gemacht werden", um hohe Kosten zu vermeiden.

2.  Rabattverträge: Krankenkassen können mit Pharmafirmen Rabattverträge aushandeln und zwar jede Kasse mit einer anderen Firma, d.h. AOK-Versicherte erhalten möglicherweise den Wirkstoff/Blutdruckmittel Ramipril von Hexal und DAK-Versicherte von 1A-Pharma (wir Ärzte kennen die Rabattpreise nicht!). Nach Ablauf des Vertrags wird dann wieder neu verhandelt. Dies kann dazu führen, dass der Patient bei der nächsten Verordnung den gleichen Wirkstoff (Generikum) von einer anderen Firma bekommt (andere Verpackung, die Pille statt wie bisher weiß dann rot). Dass es dadurch vor allem bei älteren Patienten, die oft mehrere verschiedene Medikamente einnehmen müssen, zu Problemen kommen kann, liegt auf der Hand.
Wir Ärzte können diesen Austausch verhindern, indem wir auf dem Rezept ein Kästchen ankreuzen ("nec aut idem"= nicht austauschen). Dies ist aber eigentlich nur zulässig, wenn der Patient das Medikament des speziellen Herstellers nicht verträgt! Setzt ein Arzt zu viele dieser Kreuzchen, kann man ihm unwirtschaftliches Arbeiten durch Unterlaufen der Rabattverträge vorhalten, der Arzt wird u.U. in Regress genommen, d.h. er muss die Medikamente möglichwweise mit seinem Honorar bezahlen!

3.  Der "neueste Schrei"!: die Generikaquote. Wir dürfen aus festgelegten Arzneimittelgruppen nur noch einen maximalen Prozentsatz an neuen Originalpräparaten verordnen. Beispielswiese dürfen nur ca. 25% der Patienten auf neue "Blutverdünner" (orale Antikoagulantien) wie Xarelto, Pradaxa oder Eliquis eingestellt werden, d.h. von 4 Patienten, die eine "Blutverdünnung" brauchen, kann nur einer ein solches Medikamen erhalten, die anderen drei Patienten erhalten das alte (aber auch bewerte) Marcumar. Wir werden deshalb auch öfters Patienten umstellen müssen, da die Krankenhäuser bevorzugt neue Originalpräparate einsetzen.